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Pantcho Vladigueroff

Pancho Vladigerov

Der Obermeister in der bulgarischen Musikkultur Pantcho Vladigueroff (1899-1978) war in seiner frühen Kindheit ein Schüler von Dobri Hristov. Durch den berühmten französischen Geiger und Pädagogen Henri Marteau gelenkt, seine Musikschulung in Europa zu erhalten, lernt er seit 1912 Klavier und Kompositionslehre in Berlin bei Heinrich Barth, Leonid Kreutzer, Paul Juon und Georg Schumann, und danach arbeitet er auch in der deutschen Hauptstadt bis 1932, als er Deutschland zu verlassen gezwungen war und sich in Bulgarien niederließ, wo er bis ans Ende seiner Tage schöpferisch tätig ist.

Schon damals gewinnen seine Werke eine breite Popularität, werden vom Wiener Verlag Universal Edition herausgegeben und in Europa und draußen bald nach deren Verfassen aufgeführt. Vladigueroff ist anerkannt und geachtet für sein Talent und die Originalität seiner Komponistenhand­schrift von vielen seiner Zeitgenossen: Richard Strauss, Arthur Nikisch, Bruno Walter, Karl Böhm, Fritz Reiner, Arthur Lowenstein, George Georgescu, Lovro von Matacic, Adriano Lualdi, Paul von Kenmpen, Carl von Garaguly, Sasha Popov, Max Reinhard, Gustav Havemann, Albert Einstein, Stefan Zweig, Hugo von Hofmannsthal, Serge Rachmaninov, Dmitri Shostakovich, Serge Prokofiev, Aram Khachaturian, George Enescu, Joseph Suk, Zoltán Kodály, Bella Bartok, Eugenia Uminska, Bronislaw Huberman, David Oistrah, Leonid Kogan, Dino Lipati, Arturo Benedetti Michelangeli, Sviatoslav Richter, Alexis Weissenberg, Herbert von Karajan, Evgeni Svetlanov, und viele andere.

Sein Schaffen reiht Bulgarien unter die Länder mit ausgeprägten nationalen Musikschulen am Anfang des 20. Jahrhunderts ein. Als Professor in Komposition an der Musikakademie in Sofia, drückt Pantcho Vladigueroff seinen soliden Stempel dem professionellen Musikschaffen in Bulgarien auf.

1968 sprach ihm die Wiener Universität den Prestigepreis auf den Namen von Gottfried von Herder. Hier ist, was in der Urkunde gesagt wird, die dem Professor vom Rektor der Universität Prof. Franz Schwind eingereicht wurde:

Dem Ausgezeichneten kommt das grosse historische Verdienst zu, die junge bulgarische Kunstmusik aus ihren nationalen Grenzen herausgeführt, durch Verschmelzung ihrer volksmelodischen Kräfte mit dem kompositionstechnischen Mitteln der europäischen Weltmusik zu reicher Entfaltung gebracht und ihr als Kompomist, Dirigent und Virtuose weit über sein Vaterland hinaus allgemein Geltung verschafft zu haben. Der Tonschöpfer Vladigueroff plegte nahezu alle Musiziergattungendes klassisch-romantischen Musikerbes, er hat sie mit neuem, in slawischem und deutschem Impressionismus wurzelndem Geist erfüllt und Meisterwerke insbesondere der Symphonik und Klaviermusik geschaffen, deren vitale Kraft und persönliche Aussage der repräsentativen Komponistenschule seines Landes leuchtendes lorbild sind.

Vladigueroff, Wladigueroff oder Vladigerov?

Pantcho, Pantscho oder Pancho?

Vladigueroff, der frei Französisch, Deutsch und Russisch beherrscht, unterschreibt seine Werke in den verschiedenen Perioden unterschiedlich und ist nicht immer konsequent, und auch anspruchsvoll sich selbst gegenüber in einer genauen und einheitlichen Transliteration. Manchmal verändert er selbst die Endung off und schreibt Pantcho Vladiguerov oder Pantscho Wladiguerov oder auch lässt das u nach g aus – Pantcho Vladigeroff oder Pantscho Wladigeroff.

In unseren Tagen vertieft sich das Problem mit der Anwendung seines Namens in den verschiedensten Formen: Vladigerov, Vladigerof, Vladigeroff, Wladigerov, Wladigerof, Wladigeroff, Vladiguerof, Wladiguerof, Vladighérov, Vladighérof, Vladighéroff, Wladighérov, Wladighérof, Wladighéroff, Pancho, Pancio, Panxio, Pantsho, Pančo, Panco wie auch die frivolen pan4o und пан4о.

Im Museum Pantcho Vladigueroff in Sofia werden ein paar kleine Stempel aufbewahrt, mit denen der Autor, zusammen mit dem eigenhändigen Schreiben des Namens, seine Werke unterschreibt – auf Bulgarisch ПАНЧО ВЛАДИГЕРОВ, auf Französisch PANTCHO VLADIGUEROFF und auf Deutsch PANTSCHO WLADIGUEROFF. Gewöhnlich künstlerisch nachlässig in der Rechtschreibung hat Vladigueroff, die Anfertigung der Stempel bestellend, gerade so die offizielle Schreibart seines Namens bestimmt.

Pantcho VladigueroffDie im Museum in Sofia aufbewahrten Handschriften zeigen, dass der Komponist gegen Ende seines Lebens seine Werke außer auf Bulgarisch am häufigsten auch auf Französisch betitelt und unterschreibt. Über diese seinen Bevorzugungen spricht zeit seines Lebens seine Ehefrau – Frau Elka Vladigueroff, seine Lebensgefährtin in den letzten Jahren seines Lebens und konsequente Archiviererin, Systematisiererin und Erforscherin seines Schaffens.

Auf Grund von diesen Tatsachen und Zeugnissen veröffentlicht der Elm Verlag die Klavierwerke und alle Werke für Klavierduo von Pantcho Vladigueroff wobei er seinen Namen nach der französischen Transliteration schreibt und auf diese Weise den Autoren-Urtext beachtet.

sfz